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mehr zu Wolfgang

Wolfgang hat in den ersten beiden Schuljahren - weil er in eine bestimmte Volksschule musste (die in der Nähe seines Elternhauses hatte man umfunk-tioniert zu einem Gefangenenlager für französische Soldaten) - eine völlig andere Schrift gelernt, als Du und ich sie heute gewohnt sind: Wolfgang lernte'Wurzelschrift', weil die Reichsführung es für diese Schule so beschlossen hatte. Ehe Du nun ungläubig sagst: "Wurzelschrift - was soll der Quatsch?" -empfiehlt Wolfgang die Eingabe >Wurzelschrift< in Deinem Internetbrowser. Danach solltest Du den Link >Schulversuch - Leitseite< klicken - dann wirstDu mir glauben müssen. Zum dritten Schuljahr kam Wolfgang in eine Zwergschule in einem ganz kleinen Dorf im Hochsauerland (östlich von Win- terberg und höher, 25 Häuser, 105 Einwohner, Schule mit einem Klassenraum für 8 Jahrgänge - das gab's wirklich). Wolf- gangs Eltern hatten ihn dort zu Verwandten gegeben aus Sorge, der Stammhalter könnte in den immer heftigeren Bom- benangriffen auf Bochum umkommen. In dem Dorf lernte Wolfgang dann - zwei Jahre zu spät - zum erstenmal ein A, ein B, ein C so zu schreiben, wie wir es ge- wohnt sind. Dadurch kam Wolfgang auch 2 Jahre zu spät zum Schmökern. Erschwerend kam hinzu, dass es in einem so kleinen Dorf keinen Lesestoff für Kinder und Jugendliche gab - eine Bibliothek kannst Du schon mal ganz ausschließen. Aufgrund fehlender Übung wurde ich also kaum zur Leseratte und Lesen ist selbst heute noch kein Vergnügen für mich. (Daher hast Du auch meine volle Bewunderung, wenn Du hier Zeile für Zeile überfliegst). Vermutlich habe ich mich aufgrund mangelnder Leseübung eher zu einem visuellen Typen entwickelt - Bilder prägen sich bei mir wesentlich besser ein und haften länger (ein Beispiel: Meine Spikzettel in den Schulen enthielten eher Skizzen und wenig Texte). Wolfgang nimmt an, dass er deshalb gern und viel gemalt hat (weil er das besser konnte als lesen) und dass darum sein heutiges Interesse immer noch der Grafik zugetan ist. Andererseits - wenn alles anders gelaufen wäre - würdest Du vermutlich nicht hier lesen und Wolfgang läge wahrschein- lich auf der Couch, in ein Buch vertieft. In dem Dorf war Wolfgang vier Jahre lang Schüler und fast täglich Messdiener (der einzige Lehrer war auch der Organist, jeder Schultag begann mit einer Messe). Aber in der 'Freizeit' war Wolfgang Cowboy (er hütete Kühe), Holzhacker (für die Hausbeheizung im Winter und für das dorfeigene Backhaus, in dem wir unser eigenes Brot gebacken haben), und er war, wenn noch Zeit übrig blieb, Schmiedelehrling (der Onkel war Dorfschmied und Wolfgang durfte den Blasebalg ziehen - das war preiswerter als das vorhandene elektrische Gebläse). Doch die Jahre in dem Dorf waren eine reiche Zeit - unvergessen. Ende 1946 kam Wolfgang zurück nach Bochum. Seine Eltern und seine Schwester hatten den Krieg auch in Bochum über- lebt. Wolfgang wäre wahrscheinlich ebenfalls lebend davongekommen - nur wann er richtig schreiben und lesen gelernt hätte, vermag er nicht zu sagen. Gerade als Wolfgang seinen Berufsweg starten sollte, bekam er (zur Sorge seiner Eltern) ersten Kontakt mit St.-Georgs- Pfadfindern in Meinolphus - er war dann bereits Pfadfinder, als der Stamm 1952 seine Anerkennung bekam. Wolfgang war fast 20 Jahre im Stamm aktiv. Er weiss, dass dies eine ganz bedeutende Zeit in seinem Leben war und er hat noch im- mer Kontakt zu den Mädels und Jungen der heutigen Generation in der festen Gewissheit, dass einem in den jungen Jah- ren kaum etwas Besseres widerfahren kann. - - Wolfgang dankt für den Link auf der Website der DPSG St. Meinolphus.

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1958

Das Dorf heißt Küstelberg